Mit dem Herbst und Winter erkälten sich nicht nur Menschen häufiger. Auch Katzen sind anfällig für Atemwegsinfektionen, besonders wenn die Temperaturen sinken oder wenn sie mit anderen Katzen zusammenleben. Wenn deine Katze seit einigen Tagen niest, tränende Augen hat oder weniger aktiv als gewöhnlich ist, hat sie möglicherweise eine Erkältung. In diesem Artikel erklären wir dir, wie du sie erkennst, was du zu Hause tun kannst und wie die Ernährung dein wichtigster Verbündeter während ihrer Genesung sein kann.
Symptome der Erkältung bei Katzen
Die Katzenschnupfen (auch Koryza oder Felines Herpesvirus genannt) manifestiert sich ähnlich wie beim Menschen. Die häufigsten Symptome sind:
- Häufiges Niesen
- Klarer oder leicht gelblicher Nasenausfluss
- Tränende oder verklebte Augen
- Etwas verstopfte Atmung
- Apathie und Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
- Leichtes Fieber in manchen Fällen
Diese Symptome treten in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Exposition gegenüber dem Virus auf und klingen in leichten Fällen mit angemessener Pflege zu Hause innerhalb einer bis zwei Wochen ab.
Wann zum Tierarzt?
Die meisten Katzenschnupfen sind leicht und klingen von selbst ab, aber es gibt Situationen, in denen du ohne Zögern zum Tierarzt gehen solltest:
- Wenn die Katze mehr als 24 Stunden weder frisst noch trinkt
- Wenn der Nasen- oder Augenausfluss grün oder intensiv gelb wird
- Wenn sie sichtbare Atemschwierigkeiten hat
- Wenn die Katze sehr jung, sehr alt oder vorerkrankt ist
- Wenn sich die Symptome nach drei bis vier Tagen verschlimmern
Mach dir keine übermäßigen Sorgen: Mit Aufmerksamkeit und Zuneigung erholen sich die meisten Katzen problemlos. Aber dein Tierarzt ist immer die beste Anlaufstelle, wenn du Zweifel hast.
Wie du deiner erkälteten Katze zu Hause helfen kannst
- Halte die Umgebung warm: Stelle sicher, dass sie einen warmen Platz fern von Zugluft hat.
- Fördere die Ruhe: Respektiere ihre Schlafphasen und zwinge sie nicht zur Interaktion, wenn sie keine Lust hat.
- Reinige vorsichtig Augen und Nase: Verwende eine feuchte, saubere Kompresse, um Absonderungen behutsam zu entfernen.
- Nutze Dampf: Deine Katze ins Bad zu bringen, während du warm duschst, kann helfen, ihre Atemwege auf natürliche Weise zu befreien.
- Flüssigkeit: Stelle sicher, dass sie immer frisches Wasser zur Verfügung hat und regelmäßig trinkt.
Die Ernährung wenn die Katze erkältet ist
Eine der größten Herausforderungen, wenn eine Katze erkältet ist, besteht darin, dass sie ihren Geruchssinn verliert und damit das Interesse am Fressen. Da Katzen sehr vom Geruchssinn abhängen, um Appetit zu verspüren, kann eine verstopfte Nase dazu führen, dass sie sogar ihre Lieblingsgerichte ablehnen.
In diesen Momenten ist Nassfutter für Katzen besonders nützlich: Sein intensiveres Aroma ist für einen geschwächten Geruchssinn attraktiver und liefert außerdem die zusätzliche Flüssigkeit, die kranke Katzen so dringend brauchen. Du kannst das Futter leicht erwärmen (aber nie zu heiß), damit es mehr Geruch verströmt und appetitlicher wird.
Wenn deine Katze immer noch nicht fressen möchte, versuche es mit Katzensnacks als Anreiz. Manchmal kann ein kleiner Leckerbissen mit intensivem Geschmack den Appetit wecken und sie zum Mehr-Essen ermutigen. Das Wichtigste ist, dass sie nicht zu lange ohne Nahrungsaufnahme bleibt.
Stärke ihr Immunsystem durch Ernährung
Die beste Verteidigung gegen Erkältungen und andere Infektionen ist ein starkes Immunsystem, und die Ernährung spielt dabei eine grundlegende Rolle. Eine Ernährung auf Basis von natürlichem Katzenfutter, hergestellt aus hochwertigen Zutaten ohne unnötige Zusatzstoffe, trägt dazu bei, ihre Abwehrkräfte das ganze Jahr über in einem guten Zustand zu halten.
Außerdem kannst du in Hochrisikozeiten wie Herbst und Winter ihre Immunität mit spezifischen Nahrungsergänzungsmitteln für Katzen unterstützen. Produkte mit Omega-3, Vitamin C, Zink oder Probiotika können den Unterschied machen, besonders bei Katzen, die sich häufig erkälten oder in Mehrtierhaushalten leben.
Rassen wie die Persische Katze und die Siamkatze, mit ihren empfindlicheren Atemwegen, sind besonders anfällig für Erkältungen und verdienen in den kalten Monaten besondere Aufmerksamkeit.
Denke daran, dass Vorbeugung immer besser ist als Heilen. Deine Katze gut ernährt, gut hydriert, mit aktuellen Impfungen und in einer warmen, ruhigen Umgebung während der kalten Monate zu halten, ist der beste Weg, ihr zu helfen, den Winter ohne Probleme zu überstehen. Und wenn sie sich doch einmal erkältet, weißt du bereits, dass sie mit ein bisschen Pflege und Aufmerksamkeit bald wieder zu ihren Streichen zurückfindet.











