Chow Chow

Chow Chow

Der Chow Chow ist eine der ältesten und rätselhaftesten Rassen der Welt, mit einer majestätischen Haltung, einer löwenähnlichen Mähne und einem tiefen Blick, der ihn unverwechselbar macht. Ursprünglich aus China stammend, vereint dieser Hund ein imposantes Äußeres mit einem zurückhaltenden und treuen Charakter, der sich stark von anderen, aufgeschlosseneren Rassen unterscheidet. Obwohl er gegenüber Fremden distanziert wirken kann, ist er seiner Familie gegenüber äußerst treu und entwickelt sehr enge Bindungen zu den Menschen, denen er vertraut.

Merkmale

Widerristhöhe
Männchen: Zwischen 48 und 56 cm
Weibchen: Zwischen 46 und 51 cm
Gewicht
Männchen: Zwischen 25 und 32 kg.
Weibchen: Zwischen 20 und 27 kg.
Lebenserwartung
Zwischen 8 und 12 Jahren.
Fell
Dicht und reichhaltig, kann glatt oder flauschig sein. Doppelschicht mit wolligem Unterfell.
Farbe
Schwarz, blau, rot, zimtfarben oder creme.
Ernährung
Proteinreiche, hochwertige Ernährung, angepasst an seine Größe und Neigung zu Übergewicht.
Pflege und Krankheiten
Intensives Bürsten 3-4 Mal pro Woche. Neigung zu Hüftdysplasie, Augenproblemen und Dermatitis.

Herkunft

Der Chow Chow ist eine der ältesten Hunderassen der Welt, mit archäologischen Belegen, die auf seine Existenz in China vor mehr als 2.000 Jahren hinweisen. Es wird angenommen, dass er von archaischen Rassen abstammt, die mit dem Nordwolf verwandt sind, und wurde in China jahrhundertelang für vielfältige Zwecke eingesetzt: als Jagdhund, Schlittenhund, Tempelhüter und in einigen Regionen auch als Nahrungs- und Fellquelle. Seine einzigartige blauschwarze Zunge ist eines der markantesten und geheimnisvollsten Merkmale der Rasse, das nur mit dem chinesischen Shar-Pei geteilt wird.

Im 18. Jahrhundert brachten britische Seeleute und Händler den Chow Chow nach Europa, wo er sofort durch sein löwenhaftes Aussehen und sein ungewöhnliches Verhalten Aufmerksamkeit erregte. Königin Victoria von England war eine seiner ersten Bewundererinnen, was dazu beitrug, die Rasse in aristokratischen Kreisen zu popularisieren. Im Jahr 1895 wurde der erste Chow Chow im Kennel Club des Vereinigten Königreichs registriert.

Heutzutage wird der Chow Chow hauptsächlich als Begleithund geschätzt, obwohl sein unabhängiger Charakter und seine Geschichte als Wachhund ihn weniger geeignet für Personen ohne Erfahrung im Umgang mit starken Rassen machen. In den Händen engagierter Besitzer und mit der richtigen Sozialisation vom Welpenalter an kann er ein edler, ruhiger und außergewöhnlich treuer Begleiter sein.

Eigenschaften und Fähigkeiten

Der Chow Chow ist ein Hund von robuster und kompakter Statur, mit einem großen und breiten Kopf, kleinen aufrechten Ohren und einem charakteristischen Ausdruck, der ernst oder verdrossen wirken kann. Sein Fell ist eines seiner auffälligsten Merkmale: dicht, reichhaltig und zweischichtig, besonders ausgeprägt um den Hals, wo es eine Art Mähne bildet, die an einen Löwen erinnert.

Was das Temperament betrifft, ist der Chow Chow für seinen unabhängigen, zurückhaltenden und manchmal sturren Charakter bekannt. Im Gegensatz zu anderen Rassen ist er kein Fan von übermäßigem Schmusen oder intensiven körperlichen Spielen. Er ist ein äußerst treuer und schützender Hund gegenüber seiner Familie, kann aber gegenüber Fremden misstrauisch sein, wenn er nicht von Welpenalter an richtig sozialisiert wurde. Sein Energieniveau ist moderat, was ihn für das Leben in Innenräumen geeignet macht, solange er täglich ausreichend Bewegung bekommt.

Eine Besonderheit des Chow Chow ist seine Tendenz, sich besonders an eine Person oder eine kleine Familie zu binden, während er dem Rest gegenüber unabhängiger und zurückhaltender ist. Dies, zusammen mit seinem territorialen Instinkt, macht eine feste, konsequente und auf gegenseitigem Respekt basierende Erziehung von den ersten Lebensmonaten an unerlässlich.

Pflege

Die Pflege des Chow Chow-Fells ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben dieser Rasse. Es erfordert gründliches Bürsten drei bis vier Mal pro Woche, um die Bildung von Knoten im dichten Unterfell zu vermeiden, und während der Fellwechselperioden muss die Häufigkeit auf täglich erhöht werden. Das Baden wird alle vier bis sechs Wochen empfohlen, wobei Produkte für empfindliche Haut verwendet werden sollten.

Was die Bewegung betrifft, ist der Chow Chow keine Rasse mit hoher Aktivität, benötigt aber mindestens zwei tägliche Spaziergänge mit moderater Dauer, um ein gesundes Gewicht zu halten. Es ist wichtig, intensives Training in den heißen Stunden zu vermeiden, da sein dichtes Fell die Regulierung der Körpertemperatur erschweren kann.

Die Ernährung muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Chow Chow zu Übergewicht neigt. Es wird eine hochwertige Diät empfohlen, reich an tierischen Proteinen und mit moderatem Fettgehalt, verteilt auf zwei tägliche Mahlzeiten. Die Aufrechterhaltung eines optimalen Gewichts ist entscheidend, um langfristigen Gelenk- und Herzproblemen vorzubeugen.

Häufigste Krankheiten

Die Hüftdysplasie ist eines der häufigsten Probleme beim Chow Chow, begünstigt durch seinen robusten Körperbau und die Tendenz zu Übergewicht. Diese Erkrankung kann zu chronischen Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führen. Frühzeitige Diagnose mittels Röntgenaufnahmen und Gewichtskontrolle sind die besten Präventionsmaßnahmen.

Eine weitere häufige Erkrankung der Rasse sind Augenprobleme, insbesondere das Entropion, ein Zustand, bei dem sich das Augenlid nach innen rollt und die Hornhaut reibt, was Reizungen und Schmerzen verursacht. Dieser Zustand kann einen chirurgischen Eingriff erfordern. Auch Glaukom und Katarakt können auftreten.

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